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Die Geschichte des Budenzauber Von der Idee bis zur Umsetzung Der Integrationskindergarten Budenzauber ist eine seit Herbst 1998 bestehende Einrichtung. Am Anfang hatten einige befreundete Eltern zweijähriger Kinder, die in einer Ramersdorfer Siedlung wohnten, die Idee, einen kleinen Kindergarten zu gründen. Die jetzige Kindergartenleiterin, die damals als Tagesmutter mit Unterstützung eines Au- pair Mädchens eine kleine Spielgruppe von Nachbarkindern ins Leben gerufen hatte, machte in der Wohnsiedlung eine Befragung, um den Bedarf nach Kindergartenplätzen festzustellen. Die Ergebnisse dieser Befragung zeigten, dass viele der Familien an einem Kindergarten in dieser Gegend interessiert wären. Einige engagierte Eltern nahmen die Sache in die Hand und informierten sich bei der Stadt München über die Voraussetzungen für die Entstehung eines Kindergartens. Neben dem organisatorischen Aufwand, der zu bewältigen war, mussten sich Eltern mit den inhaltlichen Schwerpunkten des zukünftigen Kindergartens beschäftigen. Es stellte sich bereits am Anfang heraus, dass das soziale Miteinander und die Auseinandersetzung der Kinder mit dem Anders-sein eine wichtige Rolle spielen soll. So ist die Idee eines Integrationskindergartens entstanden. Parallel dazu stellten sich Eltern die Frage nach der „richtigen“ Pädagogik für ihre Kinder. Dabei wurden Eltern auf die Bücher von Rebeca Wild aufmerksam und fühlten sich durch ihre Aufsätze über Freiheit (die aber kein laissez faire bedeutet) und echte Entwicklungsprozesse angesprochen. Dies sollte eine gute päda-gogische Grundlage für den Anfang sein. Der erste Schritt war die Gründung eines Vereins (Frühjahr 1998), um als eine juristische Person in Verhandlungen mit der Stadt München auftreten zu können. Im Frühsommer 1998 wurde dann ein geeignetes Haus mit einem großen Garten gefunden. Im Mietvertrag wurde festgehalten, dass das Gebäude für drei Jahre an den Trägerverein des Kindergartens vermietet wird, ohne die Möglichkeit den Mietvertrag jedoch weiter zu verlängern. Nach mehreren Monaten intensiver Behördengänge und Umbauten im Haus wurde dem Trägerverein eine Anerkennung im Sinne des Bayerischen Kindergartengesetzes ausgesprochen (Art.8 Abs.1 BayKiG). Am 1. Oktober 1998 begann für 15 Kinder, davon 4 Integrationskinder, zwei Erzieherinnen in Vollzeit, eine Sozialpädagogin, eine Kinderpflegerin und eine Heilpädagogin jeweils in Teilzeit das erste Kindergartenjahr im Integrationskindergarten Budenzauber. Die ersten drei Jahre In den ersten drei Jahren des Bestehens (1998-2001) etablierte sich die Einrichtung in München Ramersdorf. Die erste Zeit war durch das Ausprobieren von neuen Wegen und Möglichkeiten in der Pädagogik, durch Ansprüche der Eltern und Ansprüche der pädagogischen Mitarbeiterinnen auf dem Weg nach einem eigenen pädagogischen Konzept gekennzeichnet. Die angestellten Erzieherinnen hatten ihre Ausbildung abgeschlossen, keine Berufserfahrung, dafür aber viel Enthusiasmus beim Aufbau eines Kindergartens. Für den Vorstand bestand die Notwendigkeit, sich in die Verwaltung des Kindergartenbetriebs einzuarbeiten. Zu den pädagogischen Ansichten von Rebeca Wild und Emmi Pikler kamen nach und nach Vorträge über die Pädagogik und Arbeit von Maria Montessori, auf die sich Rebeca Wild in ihren Büchern bezieht. In einer Zeit, in der Gemeinschaftssinn und Kommunikationsfähigkeit, ein Miteinander und der Respekt vor der Aktivität der Kinder nicht unbedingt Ziele der Institution „Schule“ sind, war es den pädagogischen MitarbeiterInnen wichtig, sich auf diese Werte in ihrer pädagogischen Arbeit zu besinnen. Der Kindergarten hat Verantwortung für die Integrationskinder übernommen. Die Einrichtung musste sich damit auseinandersetzen, wie viel Förderung notwendig und in welcher Art und Weise mit der sonst anzustrebenden pädagogischen Arbeit zu vereinbaren ist. Dies alles warf die Frage nach den Grenzen der Integration in einem Kindergarten auf. Bereits im zweiten Jahr des Kindergartenbestehens wurde die Frage nach seiner Weiterexistenz gestellt. Weder der Träger noch die Eltern zweifelten daran, dass der Fortbestand der Einrichtung sichergestellt werden soll. Da es nicht absehbar war, dass ein Objekt zur Miete in der Siedlung oder ihrer Nähe gefunden werden kann, zog der Träger in Erwägung, ein Objekt für den Kindergarten zu erwerben, mit der Perspektive, den Kindergarten um eine zweite Gruppe zu vergrößern. Es folgten intensive Verhandlungen mit der Stadt München. Nach einer mehrere Monate lang dauernden Suche fand sich ein geeignetes, finanzierbares Haus in einer anderen Wohngegend von Ramersdorf. Ausschließlich die günstigen Bedingungen der Immobilie, die manchmal sich über Bürokratismus hinwegsetzenden und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der einzelnen Referate der Stadt München und der große persönliche Einsatz einzelner Eltern machte es möglich, in der verbleibenden kurzen Zeit die Immobilie trotz des überaus komplexen und komplizierten Genehmigungsverfahrens für den Kindergarten zu erwerben. Der Kindergarten im neuen Haus Im Sommer 2001 zog „der Budenzauber“ in das neue Haus um. Das Vergrößern der Einrichtung um eine zweite Gruppe brachte nicht nur die damit verbundene Aufstockung des Personals und Durchstrukturierung der Organisation, sondern auch klare Vorstellung von der Pädagogik, die im neuen Haus gelebt werden sollte. Zu Ansätzen von Rebeca Wild und Maria Montessori kam als eine dritte Säule die Arbeit der ungarischen Ärztin Emmi Pikler dazu, deren Grundsätze in der Arbeit mit Säuglingen denen von Wild und Montessori sehr ähnelten. An diesen drei Eckpfeilern sollte sich das „Mit den Kindern sein“ orientieren. Die Eltern wurden dazu eingeladen und ermutigt, diesen Weg mit ihren Kindern ein-zuschlagen. Es wurden für Eltern Themenabende organisiert, bei denen ihnen die Arbeit Emmi Piklers in einem Film über das Säuglingsheim “Lóczy“ vorgestellt wurde. Auch Grundsätze der Montessori - Pädagogik und ihre Umsetzung in der Praxis fanden bei den Eltern große Resonanz. Es hat sich gezeigt, dass Elternarbeit in einer Einrichtung dieser Art unverzichtbar und von großer Bedeutung ist. |